Ein Beitrag zur Kostenreduzierung im Gesundheitswesen

Seit Mitte 2008 montieren und verpacken die RSW Much Kocher Klemmen in verschiedenen Formen und Farben für eine ortsansässige Firma – ein Unternehmen, das sich auf die Herstellung chirurgischer Instrumente aus Kunststoff spezialisiert hat. Von der anhaltenden Tendenz zur Kostenreduzierung im Gesundheitswesen profitieren die RSW mit kontinuierlich steigenden Auftragszahlen in diesem Bereich. Allein im Zeitraum von 2008 bis Ende 2009 hat sich die Stückzahl von 150.000 auf 250.000 monatlich erhöht.
Trotz des sehr hohen Arbeitseinsatzes unserer Mitarbeiter/innen konnte die hohe Stückzahl alleine am Standort Much nicht mehr ohne die Unterstützung anderer umliegender Werkstätten bewältigt werden. Dieser Produktionsbereich erfreute sich bei den Mitarbeiter/innen der beteiligten Werkstätten vor allem in Zeiten der Wirtschaftskrise großer Beliebtheit. Doch nachdem sich die wirtschaftliche Lage erholt hat und die Verluste durch Fremdvergabe permanent gestiegen sind, musste eine neue Lösung gefunden werden. Dies bewog den Technischen Leiter der Werkstatt Much Wolfgang Manz dazu, den motorisch aufwändigeren Schritt der Klemmenmontage zu automatisieren.
Ein beeindruckendes Ergebnis
Nach intensiver Suche und Gesprächen mit verschiedenen Unternehmen bot sich schließlich die Firma Altec aus Lüdenscheid an, für diesen komplizierten Teilschritt einen Automaten zu bauen. Am 13. April 2010 erteilte Herr Manz den entsprechenden Auftrag. Nach 6-monatiger Bauzeit und nach Lösung einiger unvorhergesehener technischer Probleme wurde die Sondermaschine, die einen Kunststoffniet in eine Klemmenhälfte einpresst, in Betrieb genommen.
Das Ergebnis war beeindruckend: Völlig automatisch werden nun die Nieten lagerichtig und in einer Stückzahl von 40 Stück in der Minute gefertigt. Den Mitarbeitern macht die Auftragsbearbeitung jetzt noch mehr Spaß als zuvor, denn inzwischen gehören auch die Maschinenüberwachung und die Behebung kleinerer Störungen mit zu ihrem Aufgabengebiet. Zudem können nun etliche Mitarbeiter in der auf den automatisierten Schritt folgenden Endmontage per Hand beschäftigt werden. Ein Beweis mehr, dass sich Automatisierung in Kombination mit Handarbeit lohnt – und so auch eine individuelle Förderung unserer Mitarbeiter/innen an modernen Maschinen ermöglicht wird.

